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Stadtrat | 28.07.2010 | 12:06

Aus der Sitzung des Meraner Gemeindeausschusses vom 27.7.2010

Sanierung des ehemaligen Gaswerkgeländes - Der Meraner Gemeindeausschuss hat gestern die 6. Projektvariante für die Sanierung des ehemaligen Gaswerkgeländes in der Totistraße genehmigt. Bei der Entseuchung des Grundstückes wurden die unterirdischen Verunreinigungen mittels Düsenstrahlverfahrens ("Jet grounting") abgegrenzt. Nun soll außerhalb der Wohnbauzone eine Anlage zur Absaugung der Interstizialgase errichtet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 467.000 Euro. Dadurch wird dort die Wohnbauzone und die Ansiedlung vieler Familien ermöglicht.

Erweiterung des Speisesaales im Liebeswerk - Der Speisesaal des Liebeswerkes in der Goethestraße muss dringend saniert werden, um der steigenden Zahl von SchülerInnen und ArbeiterInnen, welche die Mensa besuchen, gerecht zu werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 177.000 Euro. Für dieses Vorhaben hat die Stadtverwaltung den Beitrag von 30.000 Euro, den das Land gewährt hat, zweckgebunden weitergeleitet.

Sanierung der Pfarrkirche St. Georg - Insgesamt 125.000 Euro kostet die Renovierung der Fassade der Pfarrkirche St. Georg in Obermais. Die Gemeinde Meran wird hierfür der Pfarre den von der Landesregierung gewährten Beitrag in Höhe von 35.000 Euro weiterleiten. Weitere 10.000 Euro hat die Meraner Stadtverwaltung für das Ausmalen des Innenraumes der Kirche bereit gestellt.

Erweiterungszone Angerweg - Der Stadtrat hat der Wohnbaugenossenschaft Siedlungswerk St. Albuin gefördertes Bauland in der Erweiterungszone Angerweg definitiv ins Eigentum zugewiesen. Der Baugenossenschaft gehören 15 Mitglieder an. Dort bauen noch zwei weitere Genossenschaften und auch diese Wohnungen werden in Kürze fertig gestellt.

Schulessen und Kindergärten: neue Tarife für das Schuljahr 2010-2011 - Die Tarife der Schulausspeisung wurden an die Inflationsrate angepasst, um die Mindestkostendeckung zu sichern. Die Gesamtkosten des Schulessens belaufen sich auf knapp 800.000 Euro. Ansässige Grund- und MittelschülerInnen werden für eine Mahlzeit 3,30 Euro zahlen (anstatt 3 Euro wie bisher), OberschülerInnen hingegen 4,40 (anstatt 4 Euro). Die Anpassung und Kostendeckung ist erforderlich, nachdem seit vier Jahren keine Angleichung erfolgt ist. Weiters werden die Dienste in guter Qualität und zu einem großen Teil mittels Bioprodukte und Lebensmittel aus lokalem Anbau gesichert. Auch die seit zwei Jahren unveränderten Tarife der Kindergärten wurden neu festgelegt (für die Normalzeitsektionen 73,50 Euro, für die Vollzeitsektionen 85,00 Euro). Wirtschaftlich benachteiligte Familien, welche über eine ISEE-Erklärung (Indicatore di situazione economica equivalente) verfügen, haben die Möglichkeit, Ermäßigungen in Anspruch zu nehmen.

Aufwertung des Pferderennplatzes - Die Gemeinde Meran will in Sachen Pferderennplatz weiterhin ihre aktive Rolle wahrnehmen. Die Stadtverwaltung hat bisher alle notwendigen Maßnahmen zur Aufwertung und Umstrukturierung der Sportanlage, wie z. B. die Errichtung der neuen Trainingspiste und die Ausschreibung der Sanierungsarbeiten an der Tribüne (der Zuschlag erfolgt im September 2010) getroffen und ist nun dabei, den Ideenwettbewerb sowie die Abtretung der Aktien gemäß Gesetz in die Wege zu leiten.

Betreuung und Beratung von Nicht-EU-BürgerInnen - Nach drei Jahren Projektarbeit wird die vom Hilfswerk ODAR ins Leben gerufene Initiative "Gemeinsam für die Integration" zur Erstaufnahme und Arbeitseingliederung von Nicht-EU-BürgerInnen 2011 in die Regeltätigkeit aufgenommen. Da es sich um übergemeindliche Dienste handelt, werden die diesbezüglichen Kosten in Höhe von 153.000 Euro zur Gänze vom Land getragen.

Obdachlosenheim und Nachtquartier - Das Obdachlosenheim Haus Archè und die Übernachtungsstätte in der IV.-November-Straße werden von der Caritas geführt, wobei sich die Gemeinde Meran laut Konvention an den Betriebskosten beteiligt. 2011 wird die Stadtverwaltung für die Führung des Obdachlosenheimes und des Nachtquartiers jeweils 367.915 Euro und 74.288 Euro zu Verfügung stellen. Vom Land wird ein Beitrag in Höhe von 40 bis 50 Prozent erwartet.