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Verschiedenes | 29.07.2010 | 08:54

Alkohol und Vandalakte: Auch Meran hat eine "Glas-Verordnung"

In weiten Teilen der Stadt dürfen Nachtschwärmer im Freien keine Getränke mehr aus Glasbehältern konsumieren. "Wir wollen keineswegs Repression. Wir haben es aber als notwendig erachtet, der Stadtpolizei und den anderen Ordnungskräften ein geeignetes Instrument in die Hand zu geben", so Bürgermeister Januth

Die "Glas-Verordnung" spricht eine klare Sprache: Getränke aus Glasbehältern dürfen nachts nicht mehr auf offener Straße getrunken werden Die "Glas-Verordnung" spricht eine klare Sprache: Getränke aus Glasbehältern dürfen nachts nicht mehr auf offener Straße getrunken werden

Viele BürgerInnen und Handelstreibende im Stadtzentrum und in anderen Zonen von Meran beklagen sich seit längerem über die Verunstaltung des Stadtbildes, die Beschmutzung öffentlicher Flächen, die Störung der öffentlichen Ruhe und die Beschädigung von öffentlichem und privatem Eigentum durch meist junge Leute, die in den Abend- und Nachtstunden, nach dem Konsum von Alkohol oder anderen Getränken Glasflaschen oder Gläser auf den Boden werfen oder mutwillig zerstören.

Mit der Verordnung 223 (siehe Download), die vom Bürgermeister Günther Januth am 15. Juli unterzeichnet wurde, soll verhindert werden, dass Straßen von Glasscherben übersät und somit zu einer Gefahrenquelle für die Bevölkerung werden. In weiten Teilen der Stadt dürfen Nachtschwärmer von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr im Freien keine Getränke mehr aus Glasbehältern konsumieren. Das Verbot gilt auch auf allen Kinderspielplätzen sowie in öffentlichen Grünanlagen und Gärten.

Bei Übertretung des Verbotes werden Geldbußen zwischen 100 und 1.000 Euro fällig. "Kontrollen allein reichen nicht", erklärte Bürgermeister Januth. "Wir wollen keineswegs Repression. Wir haben es aber als notwendig erachtet, der Stadtpolizei und den anderen Ordnungskräften ein geeignetes Instrument in die Hand zu geben", so Januth.

  1. Verordnung 223 [PDF 2505 KB]