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Stadtmuseum

Die Geschichte

SteinachheimDas Meraner Museum wurde 1900 in den von den Englischen Fräulein auf der Winterpromenade zur Verfügung gestellten Räumen eingeweiht. Den Grundstock der Bestände bildet der Nachlass des Meraner Arztes Franz Innerhofer (1847 – 1918), der auch der erste Direktor des Museums und Präsident des Meraner Museumsvereins war. Innerhofers Absicht war es, eine Sammlung mit regionalem Schwerpunkt zu bilden, die mit dem nahen Landesmuseum Ferdinandeum konkurrieren konnte. Den Kern der Sammlung bildet daher die mittelalterliche und barocke Tiroler Kunst. Die Kriterien der Ankäufe wurden mit der Zeit aber erweitert und heterogener. Zu den Museumsbeständen kamen so historische und patriotische Gegenstände wie das Hufeisen Andreas Hofers, alte Gebrauchsgegenstände, Trachten, eine Münzsammlung, eine Mineralien- und Fossiliensammlimg, eine historische Fotosammlung und vieles mehr.
Dank der Nachlässe und Schenkungen von Gästen und Meranern wurde die Sammlung mit interessanten und kuriosen Objekten bereichert, wie der Totenmaske Napoleons, einer ägyptische Mumie und der Waffensammlung des Abenteurers Rudolph Slatin Pascha. 1911 übersiedelte das Museum in die Räume des Kindergartengebäudes in der damaligen Jahnstraße, heute Galileistraße. Über achtzig Jahre (1911 – 1996) blieb das Haus in der Galileistraße Sitz des Stadtmuseums, an den sich viele Meraner zumindest anlässlich des klassischen Schulbesuchs erinnern. 1921 sah sich der Museumsverein angesichts der hohen Erhaltungskosten des Museums gezwungen, die Sammlungen der Gemeinde abzutreten. Unter den Faschismus kamen harte Zeiten. 1934 wurde der Museumsverein aufgelöst und die Führung von Museum und Bibliothek der Associazione Dante Alighieri übertragen. Der Dante Alighieri verdankt man das erste vollständige Inventar des Museums. In jener Zeit wurden allerdings aus der Bibliothek verschiedene sogenannte „antiitalienische“ Publikationen entfernt.
Mit dem Einmarsch der Deutschen 1943 wurde die Führung des Museums der Dante Alighieri genommen und dem Rechtsanwalt Josef Prünster übertragen, der sie bis 1978 innehatte. Zur Zeit sind die Arbeiten am neuen Sitz am Steinachplatz (im Bild) im Gange. Bis zur Fertigstellung des neuen Stadtmuseums befinden sich die Schauräume im Roten Adler am Rennweg 42/a.


Die Ausstellung

Der SaltnerDie kleine Ausstellung im Roten Adler am Rennweg stellt nur einen winnzigen Teil der reichen Bestände des Stadtmuseums dar. Sie vermittelt jedoch eine Vorstellung von der Art der Sammlungen und stellt kuriose und interessante Kunstwerke vor, die mit der Geschichte der Stadt verbunden sind. So finden wir in der volkskundlichen Abteilung das Kostüm eines Saltners, eines alten Weinbergwächters und zahlreiche Zeichen und Truhen, in denen die Zunftmeister Statuten und Dokumente aufbewahrten. Die mittelalterliche Kunst ist durch verschiedene Heiligenfiguren aus dem 14. und 15. Jahrhundert vertreten, darunter eine Statue des Hl. Nikolaus, des Patrons der Stadt. Stellvertretend für die Barockzeit sind mehrere Malereien vorhanden mit Bildern von Künstlern wie Stefan Kessler, Michelangelo Unterberger und Martin Knoller. Unter den Werken des 19. und 20. Jahrhunderts finden sich Bilder vom berühmten Portraitisten Friedrich Wasmann und von Leo Putz. Zwei historische Bilder mit der Ansicht von Meran vermitteln uns eine Vorstellung, wie die Stadt Anfang des 19. Jahrhunderts vor ihrer Entwicklung zum Modekurort ausgesehen hat. Unter den kuriosen und seltenen Stücken verweisen wir auf das Schreibmaschinenmodell von Peter Mitterhofer und die Totenmaske Napoleons I, ein Geschenk eines Gastes. In der vorgeschichtlichen Abteilung im zweiten Stock kann man zur Zeit zwei Menhire bewundern, die 1942 in Algund gefunden wurden; ein Hirschhorn mit einer Weiheinschrift in rätischer Schrift vom Tartscher Bühel bei Mals; die Fundstücke eines Bronzelagers von Talatsch bei Schlanders und andere interessante Fundstücke.


Praktische Hinweise

.Adresse: Stadtmuseum im Roten Adler, Rennweg 42/a, 39012 Meran, Tel. 0473/236 015. Email: museum@gemeinde.meran.bz.it Öffnungszeiten: Das Museum ist vom 2. März bis zum 6. Januar geöffnet, von Dienstag bis Samstag 10.00 – 17.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 10.00 – 13.00 Uhr, Montag geschlossen. Eintrittspreise: Eintritt 2,00 Euro, mit Ermäßigung 1,50 Euro. Kombination Städtisches Museum und Landesfürstliche Burg: Eintritt 3,00 Euro, mit Ermäßigung 2,00 Euro.