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Der Große Preis der Gartenstadt Meran
Europäischer Wettbewerb während der Meranflora
Eine ganz besondere Premiere feiert die 12. Auflage der Meranflora, der Zierpflanzenausstellung mit integriertem Blumenmarkt in der Kurstadt Meran: 2007 wird während der Veranstaltung, die von 27. April bis 6. Mai läuft, zum ersten Mal der international ausgeschriebene „Große Preis der Gartenstadt Meran“ vergeben. Der Wettbewerb ist in ganz Europa sofort auf großes Echo und Begeisterung der Branche gestoßen und hat die Meraner Blumenschau sofort unter die begehrtesten und bedeutendsten Events des Sektors katapultiert. Laut Reglement der Ausschreibung muss das vorgelegte Projekt von Ópla inspiriert sein, dem Archiv der Künstlerbücher für Kinder der Stadtbibliothek Meran.
Über 60 Entwürfe wurden eingereicht, aus dieser Fülle wählte eine Fachjury sorgfältig jene 13 Kandidaten aus, die ihre Vorschläge nun auf der Winterpromenade auf Höhe der Wandelhalle dem Publikum zeigen werden. Die Präsentation einiger dieser Kunstwerke wird besonders spektakulär sein, zumal sie auf Plattformen über dem Fluss Passer positioniert werden.
„Das Thema der diesjährigen Meranflora ist zwar sehr inspirierend, aber nicht gerade einfach“, meint Francesco Dicembrini, „Vater“ der Veranstaltung und Präsident der Fachjury, welche die Vorschläge begutachtet hat, „wenn man das bedenkt, so ist die Fülle der Ideen und Interpretationen, die von den Teilnehmern vorgelegt wurden, wirklich beachtlich“. Das Niveau der eingereichten Projekte sei insgesamt wirklich ausgezeichnet, ganz besonders im Hinblick darauf, dass es sich hier ja um die erste Edition des Wettbewerbes handle, so Dicembrini weiter. „Wir sind sehr zufrieden mit den vorgelegten Vorschlägen, ebenso wie über das große Interesse am Wettbewerb im Inland, aber vor allem auch im Ausland“, freut sich der Jurypräsident. Der Große Preis der Gartenstadt Meran sei ein bedeutender Schritt nach vorne in der Weiterentwicklung der Meranflora und für ihren künftigen Erfolg.
Als weitere Mitglieder der Fachjury standen dem Präsidenten Ettore Zauli, langjähriger Direktor der Stadtgärtnerei Genua und Organisator der Euroflora, Daniela Moderini, Dozentin für Landschaftsarchitektur an der Universität Ferrara, Enzo Nicolodi, Präsident der Stadtbibiliothek Meran und Herta Torggler, Direktorin von KunstMeran zur Seite.
Nur drei der 13 ausgewählten Teilnehmer am Wettbewerb werden sich letztendlich die Preisgelder des „Großen Preises von Meran 2007“ sichern können. Wer gewonnen hat, wird während der Meranflora bekannt gegeben.
Das Thema des Wettbewerbes: Was ist Ópla?
Ópla ist die Abkürzung von "Oasi per libri artistici”, also Oase für Künstlerbücher, und ist ein Projekt der Stadtbibliothek Meran. Es handelt sich dabei um ein von der Bibliothek gestiftetes Archiv von Künstlerbüchern für Kinder, das 1997 gemeinsam mit dem Verlag Edizioni Corraini aus Mantua ins Leben gerufen wurde. Heute umfasst das Archiv etwa 400 Kinderbücher, darunter befinden sich so rare und wertvolle Exemplare wie eine Reihe von Werken für Kinder von Bruno Munari aus der Zeit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg oder auch ein Werk von Andy Warhol. Ópla ist also ein Zentrum für die Archivierung und Erforschung von Kinderbüchern, in dem jene Bücher für die Kleinsten gesammelt werden, die von Künstlern kreiert und illustriert wurden; erfasst wird aber auch, wo immer möglich, die gesamte Dokumentation über die Entstehung des Buches von der Idee bis zur Ausführung, so etwa Originalzeichnungen, Probedrucke, Layout-Entwürfe, Skizzen, Notizen, usw..
Einer der Höhepunkte in der Arbeit des Archives ist die Veranstaltung “UnDueTre…Ópla”, eine Initiative, die jedes Jahr für einige Tage angeboten wird. Auf dem Programm stehen dabei Workshops für Kinder und Jugendliche, Auffrischungsseminare für Lehrpersonen, Ausstellungen und diverse Aufführungen, die allesamt der kindlichen Welt der Kunst und der Verständigung mit Kindern gewidmet sind. 2007 findet das Event von 23 bis 25. Mai statt.