Um den Bürger*innen den Übergang zum neuen elektronischen Personalausweis zu erleichtern, hat die Gemeindeverwaltung von Meran einen Sonderplan zur Verstärkung des hierfür zuständigen Schalterdienstes verabschiedet. Das Meldeamt wird ab 9. Februar nicht nur zu den üblichen Öffnungszeiten zugänglich sein, sondern montags, dienstags und mittwochs auch von 12:30 bis 16:00 Uhr. In Meran sind noch etwa 9.500 Papierausweise im Umlauf.
Mit Inkrafttreten der Verordnung (EU) 2019/1157 werden Papierausweise ab dem 3. August 2026 nicht mehr den auf europäischer Ebene festgelegten Mindestsicherheitsanforderungen entsprechen und somit unabhängig vom auf dem Dokument angegebenen Ablaufdatum ihre Gültigkeit verlieren. Der Personalausweis in Papierform kann dann weder für Auslandsreisen noch als Ausweisdokument auf italienischem Staatsgebiet verwendet werden. Ab demselben Datum ist es außerdem nicht mehr möglich, die Ausstellung des Papierdokuments zu beantragen, auch nicht in dringenden Fällen. Das einzige zulässige Format ist der elektronische Personalausweis (CIE).
Von links: Stadtrat Daniele Di Lucrezia, Bürgermeisterin Katharina Zeller und Amtsdirektorin Adriana Colonna.Um den Bürger*innen in dieser Phase der Umstellung entgegenzukommen und den Zugang zu den Dienstleistungen zu erleichtern, verlängert das Meldeamt ab dem 9. Februar seine Öffnungszeiten und ist montags, dienstags und mittwochs auch von 12:30 bis 16 Uhr zugänglich (ausschließlich für die Ausstellung des elektronischen Personalausweises).
„Die Initiative“, erklärt der für die Demographischen Dienste zuständige Stadtrat, Daniele Di Lucrezia - ist Teil des kontinuierlichen Engagements des Referats, die Qualität der angebotenen Dienstleistungen zu verbessern und eine größere Flexibilität bei den Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zu gewährleisten. In den letzten Monaten haben wir uns bemüht, allen Bürgerinnen und Bürgern von Meran die Möglichkeit zu geben, ihre Ausweise zu erneuern, wobei wir die Unannehmlichkeiten auf ein Minimum reduziert haben und der in der europäischen Verordnung und im Durchführungsrundschreiben vorgesehenen Frist vorgegriffen haben. Die Aufstockung der Schalter und des Personals ist ein konkretes Zeichen für unser Engagement, die Rechte der Einwohner*innen zu schützen und einen modernen, effizienten, zugänglichen und flexibleren Service zu gewährleisten.“
„Ich möchte betonen, dass die Umstellung auf den elektronischen Personalausweis nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung ist, sondern auch ein echtes Tor zur Welt der digitalen Identität und zu den öffentlichen Dienstleistungen der Gegenwart und Zukunft darstellt. Es handelt sich um eine Veränderung, die sich konkret auf das tägliche Leben der Menschen auswirkt und die wir als Verwaltung verantwortungsbewusst begleiten möchten. Auch in diesem Sinne haben wir mit dem Dienst für Informatik und Innovation ein automatisches Erinnerungssystem für Termine eingeführt, das seit letzter Woche aktiv ist und Benachrichtigungen per E-Mail und über die IO-App versendet. Auf diese Weise möchten wir den Menschen helfen, ihren Termin nicht zu vergessen, und den Dienst effizienter und zeitsparender für alle gestalten“, so Di Lucrezia.
„Bis heute sind noch etwa 9.500 Papierausweise im Umlauf“, erklärt die Direktorin der demographischen Dienste Adriana Colonna. „Wir ersuchen daher die Bürger*innen, das Dokument rechtzeitig zu ersetzen. Es ist weiterhin erforderlich, einen Termin auf dem dafür vorgesehenen Portal zu vereinbaren (siehe eigene Informationsseite). Für die Terminvereinbarung ist kein SPID notwendig, es reicht aus, die eigenen Daten einzugeben. In dringenden Fällen oder besonderen Situationen (bettlägerige Personen oder Personen mit schweren Gehbehinderungen) wird ein Hausbesuch gewährleistet. In diesem Fall wenden können sich die Bürger*Innen an das Meldeamt unter der Telefonnummer +39 0473 250101 melden. Wir erinnern daran, dass die Herstellung und Zustellung der CIE nicht sofort erfolgt, sondern wird innerhalb von sechs bis sieben Werktagen per Einschreiben an die Wohnadresse des Antragstellers bzw. der Antragstellerin geliefert. Auf Wunsch kann das Dokument auch persönlich im Rathaus abgeholt werden."
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