Die Stadt Meran hat offiziell die Vorbereitungsphase des städtebaulichen Planungswettbewerbs „Entrèe der Kurstadt“ eingeleitet, der der zukünftigen Entwicklung des Bahnhofsareals als neuem Eingang zur Stadt gewidmet ist. Ein erster wichtiger Schritt auf diesem partizipativen Weg wurde mit einem Treffen verschiedener Interessengruppen unternommen. Dieser fand kürzlich im ehemaligen Alperia-Sitz in der Laurinstraße statt. Alle aktuellen Informationen zum Stand des partizipativen Prozesses.
Das kürzlich stattgefundene Treffen mit den Stakeholdern ist nur die erste Etappe eines vielschichtigen partizipativen Prozesses.An der Initiative, die von Projektleiterin Susanne Waiz, Facilitatorin Katharina Erlacher (dialogueandmore) und Kabinettsleiter Gabriel Daum koordiniert bzw. organisiert wurde, nahmen rund 30 Vertreter*innen aus verschiedenen Bereichen teil: Bildung und Schule, Viertelkomitees, Mobilität, Wirtschaft und Tourismus, Kultur und Soziales. Ziel des Treffens war es, von Anfang an unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Einschätzungen zu sammeln, die für die Festlegung der Rahmenbedingungen des Planungswettbewerbs nützlich sind.
Auf dem Programm standen eine Führung durch das Projektgebiet, eine Einführung in den städtebaulichen Wettbewerb und ein anschließender Austausch an drei thematischen Austauschmomenten, die sich insbesondere den Themen Mobilität, Bebauung und Nutzungsarten, Freiflächen und Grünbereiche als zentrale Elemente der städtischen Lebensqualität widmeten.
Der Dialog konzentrierte sich nicht auf die Suche nach konkreten technischen Lösungen, sondern auf eine weiter gefasste Reflexion: wie man an die Identität von Meran als Gartenstadt anknüpfen kann, jene grüne und auf Lebensqualität bedachte Vision, welche die Stadtentwicklung bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt hat. Die Leitfragen betrafen die zukünftige Rolle des Bahnhofsareals als Tor zur Kurstadt, die erwarteten Qualitäten dieses Ortes und die notwendigen Schritte, um eine langfristige Perspektive zu gewährleisten, die auf das Wohlbefinden der Menschen ausgerichtet ist.
Die Vision für das Entree der Kurstadt knüpft an die Geschichte an, um die Zukunft zu gestalten, wobei Lebensqualität, Begegnung sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. In diesem Sinne orientiert sich der Planungswettbewerb ausdrücklich am Prinzip der „Stadt für die Menschen“ und fördert hochwertige öffentliche Räume, weitläufige Grünflächen, Lösungen für sanfte Mobilität und eine menschenfreundliche Bebauung.
„Stadtplanungsprojekte brauchen eine klare und gemeinsame Vision“, betonte die Projektkoordinatorin Susanne Waiz. „Mit diesem Vorhaben wollen wir einen neuen Eingang zur Kurstadt schaffen: einen Ort, der verbindet, einlädt und die Identität von Meran sichtbar macht.“
Auch Bürgermeisterin Katharina Zeller unterstreicht den politischen und strategischen Wert des Prozesses: „Die Umgestaltung des Bahnhofsareals stellt eine entscheidende Chance für die Zukunft der Stadt dar. Wir wollen, dass dieser neue Eingang grün, barrierefrei und einladend ist, gemeinsam mit den Bürger*innen gestaltet wird und langfristig die Lebensqualität in Meran stärkt.“
Das kürzlich stattgefundene Treffen mit den Stakeholdern ist nur die erste Etappe eines vielschichtigen partizipativen Prozesses, weitere Phasen der aktiven Einbindung der Bevölkerung sind vorgesehen, darunter:
- eine ONLINE-PRÄSENTATION - work in progress Information zum Prozess und aktueller Stand;
- die Einrichtung eines Bürger*innenrat, dessen Mitglieder per Losverfahren ausgewählt werden;
- ein Bürger*innencafé als öffentlicher Ort des Dialogs und der Rückmeldung.
Die gesammelten Ideen und Anregungen aus dem Stakeholder-Gesprächen fließen direkt in die Ausschreibung des Planungswettbewerbs, die Erkenntnisse aus dem Bürger*innenrat begleiten die Arbeit der Planungsgruppen. Eine Jury, die sich aus Expertinnen und Experten für Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Mobilität und Stadtmanagement zusammensetzt, bewertet die eingegangenen Vorschläge und sucht im Dialog mit den Beteiligten Vertreter*innen des Bürger*innenrat und der Stakeholder nach den besten Lösungen.
Derzeit befindet sich das Projekt in der Vorbereitungsphase des städtebaulichen Planungswettbewerbs. Eine zentrale Voraussetzung für die Ausarbeitung der Wettbewerbsunterlagen sind klare Rahmenbedingungen und Richtlinien im Bereich Mobilität. Sobald diese Grundlagen vorliegen und abgestimmt sind, kann der nächste Schritt im Planungsprozess erfolgen und der Wettbewerb ausgeschrieben werden.
FOTOS