Kreativwirtschaft: Impulse aus Alpbach für Meran

Merans Bürgermeisterin Katharina Zeller hat kürzlich beim Europäischen Forum Alpbach am Discussion Board zum Thema „Cross Innovation“ teilgenommen. Gemeinsam mit Hannes Götsch von BASIS Vinschgau Venosta, Anastasia Lemberg-Lvova von De Structura und Pille-Riin Lillepalu von der University of Tartu diskutierte sie darüber, welche Chancen entstehen, wenn Kreativwirtschaft, Kunst und Kultur stärker mit Wirtschaft und Stadtentwicklung vernetzt werden.

Veröffentlichungsdatum:

01.09.2026

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3 Minuten

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Merans Bürgermeisterin Katharina Zeller hat kürzlich beim Europäischen Forum Alpbach am Discussion Board zum Thema „Cross Innovation“ teilgenommen. Gemeinsam mit Hannes Götsch von BASIS Vinschgau Venosta, Anastasia Lemberg-Lvova von De Structura und Pille-Riin Lillepalu von der University of Tartu diskutierte sie darüber, welche Chancen entstehen, wenn Kreativwirtschaft, Kunst und Kultur stärker mit Wirtschaft und Stadtentwicklung vernetzt werden.

Götsch + ZellerDie Bürgermeisterin von Meran Katharina Zeller und Hannes Götsch von BASIS Vinschgau Venosta beim Europäischen Forum Alpbach (Foto: Anne Sausgruber). „Alpbach ist für mich vor allem eine Gelegenheit, Menschen zu treffen, sich zu vernetzen und Inputs für die eigene Arbeit mitzunehmen. Gerade beim Thema Kreativwirtschaft können wir viel von anderen Erfahrungen und guten Beispielen lernen“, sagte Bürgermeisterin Katharina Zeller.

Meran bringt dafür einiges mit. Die Wirtschaft der Stadt ist stark von Tourismus, Handel und Dienstleistungen geprägt, gleichzeitig gibt es eine lebendige Kultur- und Kreativszene. Orte und Initiativen wie Ost West, Casablanca oder Park’O zeigen, welches Potenzial bereits vorhanden ist.

„Der Tourismus ist eine tragende Säule unserer Wirtschaft und ein enorm wichtiger Teil der Entwicklung und Identität Merans. Gleichzeitig wollen und müssen wir unsere wirtschaftliche Basis weiter diversifizieren. Wir haben viele kreative Menschen und Initiativen in der Stadt – jetzt geht es darum, sie stärker untereinander, aber auch mit der Wirtschaft und der Stadtentwicklung zu vernetzen. Kreativwirtschaft kann hier neue Perspektiven eröffnen und gleichzeitig neue Impulse für bestehende Wirtschaftsbereiche, einschließlich des Tourismus, schaffen“, so Zeller.

„Unsere Aufgabe ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, damit kreative Betriebe und Initiativen arbeiten und sich entwickeln können. Dafür braucht es Räume, Vernetzung und Unterstützung. Und auch in der Urbanistik müssen wir vielfältigere und gemischte Nutzungen ermöglichen“, betonte die Bürgermeisterin.

Ein spannendes Beispiel dafür gibt es mit BASIS Vinschgau Venosta direkt in Südtirol. In der ehemaligen Drusus-Kaserne in Schlanders ist ein Ort entstanden, an dem Kreativwirtschaft, Kultur, Unternehmen und gesellschaftliche Initiativen aufeinandertreffen. Zeller und BASIS-Mitbegründer Hannes Götsch stehen dazu bereits seit längerem im Austausch.

GruppenfotoDas Diskussionsforum war dem Thema „Cross Innovation“ gewidmet (Foto: Anne Sausgruber).„Das aktive Fördern von Vorstellungskraft, Kreativität und experimenteller, eingenständiger Praxis ist einer der relevantesten Faktoren im Standortwettbewerb der Gegenwart und Zukunft. Hybride Quartiere, qualitative analoge Begegnungsräume frei von Verwertungslogik, die Rückbesinnung zu humanistischen Grundwerten und der menschliche Tatendrang unterscheiden hier zur Effizienzsteigerung duch KI und bilden seit jeher die Grundlage für Produkte und Dienstleistungen in der Wirtschaft. Zugleich werden gesellschaftliche Systemlücken organisch erkannt und sozial- ökologische Innovationen ermöglicht. Dieses Rekalibrieren im Umgang mit Natur, Mensch und Maschine ist eine der wichtigsten Missionen unserer Zeit."

Besonders aktuell wird diese Diskussion mit Blick auf die geplante Zwischennutzung des Meraner Kasernenareals. „Wir haben dort die Möglichkeit, Räume zu öffnen und unterschiedliche Nutzungen auszuprobieren, bevor alles langfristig festgelegt ist. BASIS zeigt ganz in unserer Nähe, welches Potenzial in solchen Orten steckt. Diese Erfahrungen sollten wir nutzen, uns stärker vernetzen und Synergien zwischen Meran und dem Vinschgau schaffen.“

Für Zeller geht es dabei auch um einen anderen Blick auf Stadtentwicklung: „Kunst und Kultur sollten nicht erst am Ende dazukommen, wenn alles andere bereits geplant ist. Wir müssen sie von Anfang an mitdenken und stärker mit Wirtschaft und Stadtentwicklung vernetzen. Mit dem Kasernenareal haben wir jetzt eine konkrete Chance, neue Räume dafür zu schaffen und gemeinsam mit bereits bestehenden Initiativen und Partnern neue Synergien zu entwickeln.“

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Zuletzt aktualisiert: 01.09.2026, 13:48 Uhr

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