Heute Vormittag war Meran Schauplatz eines symbolträchtigen Ereignisses mit großer Beteiligung, das durch den Durchzug der olympischen Fackel durch die Innenstadt geprägt war. Obwohl es sich um eine Durchgangsstation ohne offizielle Zwischenstopps handelte, entschied sich die Stadtverwaltung, dem Ereignis mit einem speziellen Programm und einer authentischen Feststimmung zu huldigen.
Tausende Sportler*innen, Fans, Bürger*innen, Schüler*innen und Student*innen (es wurden insgesamt 3.500 Zuschauer*innen allein auf den Hauptplätzen - Brunnenplatz, Sandplatz und Kornplatz gezählt) „begleiteten” und begrüßten heute Morgen (29. Januar) den Durchzug der Staffel und des olympischen Umzugs durch die Straßen der Kurstadt.
Um 10 Uhr startete der olympische Konvoi in der Schennastraße, zog zwischen zwei Menschenmengen hindurch zum Brunnenplatz und zur Cavourstraße, überquerte die Postbrücke und teilte sich dann auf: Die Fackelträger*innen bogen in die Leonardo-da-Vinci-Gasse ein und liefen die Laubengasse entlang, um sich am Rennweg wieder mit den Begleitfahrzeugen zu vereinen und dann weiter entlang der Goethe-, Alpini-, Rätia-, Petrarca-, Piave- und Gampenstraße zu laufen.
Höhepunkt der Veranstaltung war das große Fest, das von der Gemeinde Meran auf dem Sandplatz organisiert wurde und sich ab 9:30 Uhr zu einem Treffpunkt für alle Menschen entwickelte, die Sport lieben, ausüben oder mit Leidenschaft verfolgen. Über 1.800 Jungen und Mädchen aus Meraner Schulen nahmen zusammen mit zahlreichen Sportler*innen und Vertreter*innen lokaler Sportvereine an der Initiative teil. Mit dabei - um das Publikum zu begrüßen und dieses außergewöhnliche Ereignis mitzuerleben - waren auch Bürgermeisterin Katharina Zeller, Vizebürgermeister Nerio Zaccaria und Sportstadträtin Barbara Hölzl.
„Wir freuen uns sehr, dass auch in Meran eine echte olympische Atmosphäre herrschte. Die große Beteiligung der Jugendlichen an der Veranstaltung ist ein positives Zeichen, insbesondere in einer Zeit, in der viele außerschulische Aktivitäten eingeschränkt sind. Es war ein besonderer Moment für die ganze Stadt”, betonte Zeller.
„Der Durchgang der olympischen Fackel in Meran ist nicht nur ein Ereignis von großer symbolischer Bedeutung, sondern auch eine Gelegenheit, gemeinsam über die Bedeutung der Olympischen Spiele nachzudenken, die seit jeher die universellen Werte der Freundschaft, des Friedens, des Respekts und der Hoffnung fördern. Die Fackel, deren Flamme von Hand zu Hand weitergereicht wird, verbindet Regionen, Kulturen und Generationen und erinnert daran, dass Sport ein Instrument des Dialogs und des sozialen Zusammenhalts sein kann”, bekräftigte Zaccaria. Er bedankte sich auch beim Team des Sportamtes für die Organisation des Events sowie bei den Meraner Sportlerinnen und Sportlern, die an den Olympischen Spielen teilgenommen und der Stadt zu Ruhm verholfen haben.
Sportstadträtin Hölzl hob das organisatorische Engagement und die Zusammenarbeit der hiesigen Sportvereine hervor: „Auch wenn die Fackel nur auf der Durchreise war, wollten wir diesen Tag zu einem großen gemeinsamen Fest machen, und das ist uns gelungen. Ich danke den Schulen, Vereinen, Freiwilligen sowie den Sponsoren für ihre Begeisterung und Unterstützung. Die Anwesenheit vieler historischer Persönlichkeiten des lokalen Sports hat die Veranstaltung noch bedeutungsvoller gemacht.“
An der Feier auf dem Sandplatz nahmen auch Spitzensportler*innen von gestern und heute teil, darunter Peter Mally, Werner Heel, Omar Visintin, Andreas Reiterer und Elisa Platino. Das Programm des Vormittags wurde von DJ Patex musikalisch umrahmt, mit Sarah Freimuth als Moderatorin und informativen und interaktiven Ständen, darunter der der Skischule Meran 2000, sowie einer Verpflegungsstation, die von lokalen Unternehmen angeboten wurde.
Die Gemeinde Meran bedankt sich bei allen Personen, Vereinen und Sponsoren, die zum perfekten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, bei der Ortspolizei, den Ordnungskräften, und Rettungsdiensten für ihre Professionalität und ihr Engagement bei der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit sowie bei den Bürger*innen, die der Aufforderung nachgekommen sind, den Verkehr während der Durchfahrt des Konvois zu beschränken und so für einen reibungslosen Ablauf des Events gesorgt haben.
Die Reise der Olympischen Fackel
Schnee von gestern, Olympia von heute
Anlässlich des Fackellaufs haben das Palais Mamming, die Gesellschaft Meran 2000 Bergbahnen, das Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit dem Sportclub Meran und den Geschäftstreibenden der Innenstadt die Fotoausstellung „Schnee von gestern, Olympia von heute” veranstaltet - mit historischen Bildern, die den Wintersportarten in Meran und auf der Hochebene Meran 2000 gewidmet sind. Die Fotos sind bis zum 22. Februar in den Schaufenstern der Geschäfte unter den Lauben zu sehen und bieten Einwohner*innen und Besucher*innen einen Einblick in die alpine Sporttradition, die Meran zu einem Bezugspunkt in der Sport- und Tourismuslandschaft gemacht hat.
FOTOS