Der Pferderennsport in Meran begann 1896 und entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte hinweg. Nach einem Rückgang während des Ersten Weltkriegs wurde das Gelände in den 1930er Jahren umfassend renoviert und erweitert. Die neue Anlage wurde vom Architekten Vietti Violi geplant, der bereits zahlreiche Rennplätze in Italien und im Ausland entworfen hatte. Besonders hervorzuheben sind die große Haupttribüne mit Platz für 15.000 Zuschauer und die rationalistische Gestaltung der Baukörper. Ergänzt wurde der Komplex durch eine Trabrennbahn und das sogenannte „Pferdedorf“ Borgo Andreina. Die Veranstaltungen „Großer Preis“ und „Lotterie von Meran“ wurden ab 1935 zum zentralen sportlichen und propagandistischen Ereignis des neuen Rennplatzes.