Stadtregierung sagt Ja zur Organspende

Heute Vormittag haben die Mitglieder der Meraner Stadtregierung im Rathaus offiziell den Beitritt zur AIDO – Associazione Italiana per la Donazione di Organi, Tessuti e Cellule (Italienischer Verband für die Spende von Organen, Geweben und Zellen) unterzeichnet und gleichzeitig das Formular zur Einwilligung in die Organspende nach dem Tod unterzeichnet.

Veröffentlichungsdatum:

17.03.2026

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2 Minuten

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Heute Vormittag haben die Mitglieder der Meraner Stadtregierung im Rathaus offiziell den Beitritt zur AIDO – Associazione Italiana per la Donazione di Organi, Tessuti e Cellule (Italienischer Verband für die Spende von Organen, Geweben und Zellen) unterzeichnet. Gleichzeitig erklärten sie ihre persönliche Zustimmung zur Organspende nach dem Tod.

Die Initiative verfolgt ein klares Ziel: die Kultur des Gebens und der Solidarität auch auf institutioneller Ebene zu fördern und ein positives sowie konkretes Zeichen des Vertrauens in die Organspende zu setzen. Diese Entscheidung ist Ausdruck bürgerlicher Verantwortung und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Rettung von Menschenleben.

GruppenfotoVon links: Barbara Hölzl, Daniele Di Lucrezia, Katharina Zeller, Mauro Bonetto und Erica Thomaser (AIDO-Sektion Bozen), Nerio Zaccaria, Christoph Mitterhofer, Stefan Frötscher und Antonella Costanzo.

Das Thema Organspende ist nach der jüngsten, tragischen Geschichte rund um die Herztransplantation des kleinen Domenico erneut in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Die damit verbundenen Emotionen drohen jedoch, die langjährige Sensibilisierungsarbeit der AIDO zu überlagern, die darauf abzielt, Botschaften der Hoffnung, der Teilhabe und des Bewusstseins zu vermitteln.

Mit der heutigen Unterzeichnung - die im Beisein des Präsidenten der AIDO-Sektion Bozen, Mauro Bonetto, erfolgte - bekräftigt die Meraner Stadtregierung den Wert der Solidarität und stärkt zugleich das Vertrauen in das öffentliche Gesundheitswesen. Gleichzeitig wird die wichtige Arbeit von Ärzt*innen, Freiwilligen und Verbänden gewürdigt, die sich täglich in diesem Bereich engagieren. Die Zustimmung zur Organspende wird damit nicht nur zu einer persönlichen Entscheidung, sondern auch zu einem bedeutenden institutionellen Signal für das kulturelle Wachstum der Gemeinschaft.

„Wir haben uns entschieden, unsere Zustimmung zur Organspende als Akt der zivilen und moralischen Verantwortung zu geben. Wir sind überzeugt, dass es auch Aufgabe der Institutionen ist, die Gemeinschaft zu Entscheidungen zu ermutigen, die Solidarität, Vertrauen und Respekt für das Leben zum Ausdruck bringen. Die Spende ist eine Geste, die in die Zukunft weist: Sie ermöglicht es, einen Moment des Schmerzes in eine Chance der Wiedergeburt für andere zu verwandeln. Mit dieser Unterschrift bekräftigen wir, dass unsere Gemeinschaft an den Wert des Gebens und an die Stärke des öffentlichen Gesundheitswesens glaubt“, erklärte Bürgermeisterin Katharina Zeller.

„Wir möchten diese Gelegenheit auch nutzen“, so die Bürgermeisterin weiter, „um die Bürgerinnen und Bürger einzuladen, sich in Ruhe und bewusst mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen. Es handelt sich um eine Entscheidung, die Schmerz in Hoffnung verwandeln und zu einer solidarischeren Gesellschaft beitragen kann. Alle volljährigen Personen, die sich bis zum 3. August – dem Datum, ab dem die alten Papierausweise unabhängig von ihrer Gültigkeit nicht mehr anerkannt werden – an die Schalter des Meldeamtes wenden, um den neuen elektronischen Personalausweis zu beantragen, haben die Möglichkeit, ihre Zustimmung zur Organ- und Gewebespende zu erklären. Es handelt sich um ein standardisiertes Verfahren: Die Erklärung ist freiwillig, stellt jedoch eine wichtige Gelegenheit dar, einen bewussten und registrierten Willen zu äußern.“

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Zuletzt aktualisiert: 17.03.2026, 14:17 Uhr

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