Ein Labor, in dem man auf verantwortungsvolle, praktische und nützliche Weise mit künstlicher Intelligenz experimentieren kann: Das ist das neue Angebot von MIND, dem Innovationszentrum der Stadt Meran, mit Sitz in der Gampenstraße 92/A. Die Initiative wurde heute Vormittag den Medien im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt, an der auch der Gemeindereferent für Innovation, Daniele Di Lucrezia, teilnahm.
"Wollen den technologischen Wandel nicht einfach hinnehmen, sondern ihn steuern, lenken und für die Gemeinschaft nutzbar machen": (von links) Gerd Locher, Mario Marcone und Innovationsstadtrat Daniele Di Lucrezia.„Die Meraner Stadtregierung hat sich von Anfang an dafür entschieden, auf künstliche Intelligenz zu setzen – nicht als Schlagwort oder bloßes Nachlaufen eines momentanen Trends, sondern als konkreten Hebel für öffentliche Innovation, regionales Wachstum, Bürgerbeteiligung und die Stärkung der Dienstleistungen. Es ist kein Zufall, dass die Einrichtung eines Labors für KI schwarz auf weiß im Regierungsprogramm 2025-2030 verankert wurde: Es handelte sich um eine konkrete Verpflichtung, die mir am Herzen lag und die nun Gestalt annimmt. Mit dem neuen AI Lab in unserem Innovationszentrum wollen wir Meran einen offenen, zugänglichen und funktionsfähigen Raum bieten, der in der Lage ist, öffentliche Verwaltung, Bürger*innen, studentische Gemeinschaften und Unternehmen miteinander zu vernetzen. Und es ist kein Zufall, dass sich dieser Ort auch optisch wie eine Baustelle präsentiert: Denn künstliche Intelligenz ist nichts Statisches oder ein für alle Mal Festgelegtes, sondern ein sich ständig weiterentwickelnder Bereich, in dem gemeinsam experimentiert, aufgebaut, gewachsen und gelernt wird. Unser Ziel ist klar: Wir wollen den technologischen Wandel nicht einfach hinnehmen, sondern ihn steuern, lenken und für die Gemeinschaft nutzbar machen, wobei wir stets den Menschen, die Rechte, die Transparenz und das Ziel in den Mittelpunkt stellen, den Bürger*innen die geeigneten Instrumente an die Hand zu geben, um sich zu orientieren und als Protagonisten an diesem Wandel teilzunehmen. „Die Verwirklichung all dessen wird nur dank der großartigen Arbeit und des Engagements der Genossenschaft Promos und damit des gesamten MIND-Teams möglich, dem ich im Namen der Verwaltung von ganzem Herzen danke“, erklärte der Stadtrat für Innovation und künstliche Intelligenz Daniele Di Lucrezia.
„Das Ziel des neuen AI Lab ist es nicht, fertige Lösungen anzubieten. Es handelt sich vielmehr um einen offenen Raum, in dem Interessierte gemeinsam Anwendungen der künstlichen Intelligenz ausprobieren können, an konkreten Projekten arbeiten und den Austausch zwischen den Mitgliedern der Community fördern. Anfangs hatte die Idee eines physischen Raums einige Zweifel hervorgerufen, da heute viele Aktivitäten auch aus der Ferne durchgeführt werden können. Letztendlich setzte sich jedoch eine andere Überzeugung durch: Persönliche Treffen schaffen Gelegenheiten zum Austausch, die kein Videogespräch wirklich ersetzen kann. Man trifft sich, diskutiert – und oft entsteht genau daraus eine Idee“, erklärte Mario Marcone, Project Head von MIND.
„Im neuen Labor können verschiedene Large Language Models sowie Tools zur Organisation und Umwandlung von Inhalten und Wissen getestet werden. Das Labor ist zudem mit einem Hochleistungsserver für lokale Sprachmodelle ausgestattet, der ohne Cloud-Nutzung auskommt und auch von Unternehmen genutzt werden kann. Es sind Workshops und Austauschrunden geplant, um Erfahrungen zu teilen und die möglichen Anwendungen der KI zu vertiefen. Darüber hinaus erhalten Abonnent*innen über den wöchentlichen Newsletter MIND.AI Update aktuelle Informationen und praktische Anregungen zu den wichtigsten Neuigkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz“, fügte Gerd Locher, Project Manager bei MIND, hinzu.
An wen richtet sich das Angebot
Das AI Lab richtet sich an Fachleute und Unternehmen, die KI sinnvoll in ihre Prozesse integrieren möchten, an Studierende und Bildungseinrichtungen, die moderne Werkzeuge professionell nutzen wollen, aber auch an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Thema vertraut machen und verstehen möchten, wie es funktioniert, und seine Anwendungen in der Gegenwart und Zukunft kennenlernen wollen.
Bei MIND können Nutzer*innen professionelle Versionen fortschrittlicher Tools für Text, Bilder, Videos und Code testen – ohne persönliches Abonnement –, verschiedene Modelle vergleichen und einen konkreten Einblick in die Zukunft der KI-Agenten gewinnen.
Besonderes Augenmerk gilt kleinen und mittleren Unternehmen, die verstehen möchten, wo KI in ihren Prozessen tatsächlich einen Mehrwert schaffen kann. MIND begleitet diese Analysephase, während die Community zur Entwicklung konkreter Lösungen beiträgt. Ein Ansatz, der auf Zusammenarbeit statt auf vorgefertigte Pakete setzt.
Für Schulen und Bildungseinrichtungen bietet MIND.AI hingegen Workshops, Fortbildungen für Lehrkräfte und Materialien an, die darauf ausgelegt sind, künstliche Intelligenz zu einem Thema zu machen, das kritisch hinterfragt wird.
AI Navigator: Innovation mit KI vorantreiben
Ab Ende April 2026 bietet MIND den Kurs „AI Navigator“ an, einen praxisorientierten Lehrgang in drei Modulen zum Einsatz künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag. Der Kurs steht allen offen, erfordert keine technischen Vorkenntnisse und ist kostenlos. An drei Abenden – am 29. April sowie am 6. und 13. Mai 2026, jeweils von 17:30 bis 19:30 Uhr – werden die Grundlagen und Arbeitsabläufe mit KI, die Erstellung von Inhalten sowie der kritische und ethische Umgang mit KI-Tools behandelt.
Der Ansatz ist bewusst praxisorientiert: Die Teilnehmer*innen entwickeln individuelle Methoden und Arbeitsabläufe, die sich unmittelbar auf ihren eigenen Arbeitskontext anwenden lassen.
Die MIND.AI-Community
Wer den MIND.AI-Update-Newsletter abonniert, erhält jede Woche ausgewählte Einblicke in die Welt der künstlichen Intelligenz, klar erklärt, sowie Tools, Anwendungsbeispiele und Ideen, um sich ohne unnötige Fachsprache in den Neuheiten zurechtzufinden.
Häufig gestellte Fragen
- Muss man sich anmelden? Ja. Für öffentliche Veranstaltungen und Besuche im Lab genügt eine kurze E-Mail an lab@mind.bz.it.
- Was kostet es? Der Zugang ist kostenlos.
- Brauche ich technische Vorkenntnisse? Nein. Das Lab ist für alle gedacht, unabhängig vom Kenntnisstand.
- Welche Tools stehen zur Verfügung? ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity, Higgsfield, Grammarly, ElevenLabs und andere. Die Auswahl wird regelmäßig aktualisiert.
- Kann ich meine Schulklasse mitbringen? Selbstverständlich, nach vorheriger Anmeldung unter lab@mind.bz.it.
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