Digitale Transformation und Inklusion: Austausch mit den Senior*innen des Vereins SEGEM

Kürzlich traf sich der Referent für digitale Transformation der Stadtgemeinde Meran, Daniele Di Lucrezia, in der Senior*innenresidenz St. Josef mit den Mitgliedern des Meraner Vereins SEGEM. An dem Treffen nahm auch Massimiliano Boi teil, der im Auftrag von UPAD den Digi Point in Meran betreibt.

Veröffentlichungsdatum:

17.04.2026

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4 Minuten

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Kürzlich traf sich der Referent für digitale Transformation der Stadtgemeinde Meran, Daniele Di Lucrezia, in der Senior*innenresidenz St. Josef mit den Mitgliedern des Meraner Vereins SEGEM. An dem Treffen nahm auch Massimiliano Boi teil, der im Auftrag von UPAD den Digi Point in Meran betreibt.

GruppenfotoStadtrat Daniele Di Lucrezia (rechts im Bild neben Massimiliano Boi) beim Treffen mit den Senior*innen der SEGEM.Der Austausch bot Gelegenheit, die Arbeit vorzustellen, welche die Stadtverwaltung im Bereich der digitalen Transformation leistet, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Thema der Inklusion älterer Menschen lag. Während des Treffens wurden die vom Digi Point angebotenen Dienstleistungen konkret vorgestellt. Der Digi Point wurde ins Leben gerufen, um die Bürger*innen bei der Orientierung zwischen digitaler Identität, Online-Diensten und zunehmend digitalisierten Verwaltungsabläufen zu unterstützen.

Aus dem Dialog mit den Teilnehmer*innen gingen deutlich die Schwierigkeiten hervor, denen viele ältere Menschen beim Zugang zu digitalen Diensten begegnen, aber auch der Bedarf an geduldiger, individueller und kontinuierlicher Begleitung. Genau in diese Richtung geht die Arbeit des Digi Point, der sich nicht darauf beschränkt, die Formalitäten „anstelle der Bürger*innen“ zu erledigen, sondern darauf abzielt, die Menschen durch individuelle Termine und perspektivisch auch durch kurze Gruppenschulungen zu bestimmten Themen zu unterrichten, zu begleiten und selbstständiger zu machen.

„Für mich müssen Innovation und digitale Transformation in erster Linie Inklusion bedeuten“, erklärt Stadtrat Daniele Di Lucrezia. „Die Herausforderung besteht nicht nur darin, neue Online-Dienste zu schaffen, sondern dafür zu sorgen, dass wirklich alle sie nutzen können. Deshalb wollten wir in einen Dienst wie den Digi Point investieren: einen kostenlosen, bürgernahen Ort, an dem die Menschen Schritt für Schritt begleitet werden, mit Aufmerksamkeit, Geduld und Zuhören. Aus dem Austausch am Montag ging ein ganz klarer Wunsch hervor: Neben der individuellen Unterstützung besteht auch Bedarf an gemeinsamen Momenten, an kleinen Gruppen, in denen man gemeinsam lernen und sich über die häufigsten Schwierigkeiten austauschen kann. Diesem Wunsch komme ich sehr gerne nach, denn er bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind: immer zugänglicher werdende digitale Instrumente zu schaffen, aber auch die Wege der menschlichen Begleitung zu stärken.“

„Die Zusammenarbeit mit UPAD hat es uns ermöglicht, die unterschiedlichen Bedürfnisse, die sich zwischen den beiden Digi Points im Rathaus und dem auf der St.-Vigil-Platz zeigen, gründlich zu verstehen“, erklärt Massimiliano Boi. „Diese Analyse hilft uns, uns ständig zu verbessern und besser darauf vorbereitet zu sein, auf die Bedürfnisse der Bürger*innen einzugehen. Die Botschaft, die wir vermitteln wollen, ist, dass der Nutzer nicht unbedingt ein IT-Experte werden muss, sondern einfach die Online-Dienste beherrschen soll, die er täglich benötigt: die elektronische Gesundheitsakte einsehen, Termine auf dem SABES-Portal verwalten, den Südtirol Pass verlängern, die Rentenabrechnung von der Website oder der INPS-App herunterladen und lernen, die Funktionen der IO-App zu nutzen. Viele ältere Menschen hatten unsere Dienste in der Gemeinde bereits in Anspruch genommen; sie am Monta wiederzusehen und zu bemerken, wie ihre Angst vor der Technologie schwindet, ist die Bestätigung dafür, dass die Unterstützungsarbeit vor Ort von grundlegender Bedeutung ist. Die Anrufe, die wir nach dem Treffen von den Teilnehmer*innen erhalten haben, um neue Termine zu vereinbaren, bestätigen dieses Interesse: Es besteht der Bedarf, zu verstehen, wie man sich online bewegt, ohne Angst zu haben, Fehler zu machen.“

GruppenfotoIm Laufe des Treffens wurde auch über die Schwierigkeiten gesprochen, die beim Zugang zu den kommunalen Schaltern und ganz allgemein beim Verständnis der Verwaltungsabläufe festgestellt wurden.

In diesem Zusammenhang bekräftigte der Stadtrat, der auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, das Engagement der Verwaltung, die Orientierung der Bürger und Bürgerinnen zu verbessern, sowohl durch einfachere und intuitivere digitale Instrumente als auch durch direkte Begrüßung und Information in der Gemeinde.

Das Ziel des Referats ist es, auch dank der kürzlich vom Gemeinderat genehmigten Erweiterung des Dienstes, dieses Veranstaltungsformat auch mit anderen Vereinen und Verbänden in der Region zu wiederholen. Die digitale Aufklärung direkt an die Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Lebens zu bringen, bedeutet nämlich, die Menschen näher an die Dienstleistungen heranzuführen, Entfernungen zu verringern und eine wirklich flächendeckende und inklusive digitale Transformation zu schaffen.

„Digitale Inklusion betrifft nicht nur die Technologie, sondern das Recht jeder Bürgerin und jedes Bürgers, sich nicht ausgeschlossen zu fühlen. Deshalb werden wir weiterhin auf zwei Ebenen arbeiten: einerseits an der technischen Umsetzung der Dienste, andererseits an der Unterstützung der Menschen, insbesondere derjenigen, die am meisten Begleitung benötigen. Ich bin meinerseits voll und ganz bereit, persönlich weitere Gelegenheiten für Treffen und den Austausch mit Vereinen, Gruppen und Einrichtungen vor Ort zu fördern“, erklärt der Stadtrat.

Das Treffen endete mit der Zusage, den Dialog fortzusetzen und die Organisation weiterer spezieller Termine zu prüfen, sowohl einzeln als auch in kleinen Gruppen, um die am meisten nachgefragten und für den Alltag nützlichen digitalen Dienste zu vertiefen.

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Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026, 07:56 Uhr

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