Aus dem Gemeinderat

Die Meraner Mitglieder des Jugendparlaments der Alpenkonvention (YPAC) berichteten gestern dem Rat über die Aktivitäten des Parlaments und die von diesem gefassten Resolutionen. Zudem wurden die Abschlussrechnung der Stadtgemeinde Meran sowie die Abschlussbilanzen der Freiwilligen Feuerwehren 2025 verabschiedet.

Veröffentlichungsdatum:

29.04.2026

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Gleich zu Beginn der gestrigen Sitzung hat der Gemeinderat die Meraner Mitglieder des Jugendparlaments der Alpenkonvention (YPAC) im Ratssaal begrüßt. Die Student*innen der FOS, der Fachschule für Biotechnologie und Tourismus "Marie Curie" - Lara  Ambach, Liam Baumgartner, Giulio Falaha, Sarah Kerschbaumer, Miriam Messner, Paula Rainer, Lea Stecher, Alicia Streitberger und Julia Veronika Tröger - hatten vom 23. bis 27. März an der Generalversammlung des YPAC in Chamonix teilgenommen und berichteten heute dem Rat über die Aktivitäten des Parlaments und die von diesem gefassten Resolutionen (siehe Redebeiträge, Präsentation und Foto). 

GruppenfotoDie Jugendlichen des YPAC zusammen mit den Meraner Gemeinderätinnen und GemeinderätenAnwesend waren im Ratssaal auch der Direktor der FOS Markus Dapunt sowie die Lehrer Andreas Johannes Dietl und Florian Erschbamer.  

Das YPAC ist eine parlamentarische Simulation, die 2006 von einer Gruppe von Jugendlichen und Lehrer*innen des Akademischen Gymnasiums Innsbruck und der Alpenkonvention initiiert wurde. Es bringt junge Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen, um aktuelle Themen zu diskutieren, welche die Alpenregionen betreffen. Es ist auch eine internationale kulturelle Plattform, die junge Menschen aus verschiedenen Ländern mit denselben Interessen vernetzt. Das YPAC trifft sich einmal im Jahr und wird jedes Mal von einer anderen Partnerschule ausgerichtet. Im Jahr 2019 fand die Generalversammlung des YPAC in Meran statt.

Anschließend hat der Gemeinderat die Rechtmäßigkeit von den bei Gerichtsverfahren entstandenen außeretatmäßigen Schulden in Höhe von insgesamt 4.706,14 Euro bestätigt und die Begleichung derselben genehmigt.

Gutgeheißen wurden dann die Abschlussrechnung der Stadtgemeinde Meran (siehe eigene Pressemitteilung vom 22. April) sowie die Abschlussbilanzen der Freiwilligen Feuerwehren 2025.

Weiters hat das Stadtparlament grünes Licht für den Abschluss einer Vereinbarung mit der Stiftung Lorenzerhof gegeben, die das Senior*innenheim Haus Sebastian in Tscherms betreibt. Da dort ein in Meran wohnhafter Mitbürger den Dienst Betreutes Wohnen in Anspruch nimmt, ist die Gemeinde Meran gemäß den geltenden Landesbestimmungen verpflichtet, sich an den Betriebskosten der Einrichtung zu beteiligen. Diesbezüglich hat der Gemeinderat eine von der Ratsgruppe Verdi. Grüne. Vërc. Stadtliste Meran. Lista Merano eingereichte Anwendungsrichlinie einstimmig angenommen. Dadurch wurde die Stadtregierung beauftragt, den Senior*innenbeirat, das Team der Tagesstätte und des Hauspflegedienstes innerhalb 2026 einzuladen, um über die aktuelle Betreuungssituation zu berichten und über Visionen, Zukunftsperspektiven der Meraner Stadtgemeinde zu sprechen, mit Fokus auf das Modell „Betreutes Wohnen“ und „Betreutes Wohnen plus“. 

Die Verordnung über die Parkzonen Blue Park wurde abgeändert. Dabei wurde neben der Zone A und der Zone B wurde auch eine Zone C vorgesehen, die dem neuen Terminal für Reisebusse in der Piavestraße entspricht. Zudem wurde der Beginn der Gültigkeitsdauer der Blue-Park-Abonnements klarer festgelegt (siehe Anlage A und Anlage B).

Genehmigt wurde auch ein Beschlussantrag der Ratsfraktionen Verdi. Grüne. Vërc. Stadtliste Meran. Lista Merano  und Sinistra die Linke Alto Adige/Südtirol bezüglich der kulturellen Initiativen der Stadtgemeinde Meran zur Unterstützung der Kampagne „Aufklärung und Gerechtigkeit für Giulio Regeni” zehn Jahre nach seiner Ermordung. Das Dokument fordert die Bürgermeisterin und den Gemeindeausschuss in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur auf:

- das Spruchband „Verità per Giulio Regeni“ oder ein ähnliches offizielles visuelles Instrument der Kampagne wieder anzuschaffen und bis Ende 2026 dessen erneute dauerhafte und sichtbare Anbringung an institutionellen Gebäuden und/oder in geeigneten öffentlichen Bereichen zu gewährleisten;

- in Zusammenarbeit mit den Kinos, den Oberschulen oder Kulturschaffenden innerhalb von 2026 die Projektion des Films - „Giulio Regeni. Tutto il male del mondo“ zu fördern und Folgendes vorzusehen: Vorführungen für die Schulen, begleitet von Diskussionsrunden und Vertiefungen; eine oder mehrere öffentlich zugängliche Abendprojektionen; 

- die Buchvorstellung „Giulio fa cose“ zu fördern und Schriftsteller*innen, Kulturschaffende, Vereine, Oberschulen, Bibliotheken einzubinden, als Anlass zur Reflexion über Giulio Regenis menschliches und ziviles Vermächtnis;

- eine Ausstellung über Giulio Regeni eventuell auch in Zusammenarbeit mit anderen italienischen Gemeinden, Kulturverbänden und Vereinen zu fördern oder in Meran zu veranstalten, mit dem Ziel, ein italienweites Netzwerk an gemeinsamen Initiativen zur Verpflichtung nicht zu vergessen, zu den Menschenrechten und zur Zivilcourage zu unterstützen;

- diese Initiativen über die institutionellen Kommunikationskanäle der Stadtverwaltung (Website, Newsletter, Soziale Medien) zu verbreiten und bekannt zu machen, und damit ein starkes Zeichen für die Unterstützung der Kampagne „Aufklärung und Gerechtigkeit für Giulio Regeni“ zu setzen.

Schließlich wurde ein Beschlussantrag der Ratsfraktion Sinistra die Linke Alto Adige/Südtirol bezüglich der Neugestaltung und Benennung des kleinen Platzes an der Kreuzung zwischen der Verdi- und der Wolfstraße nach „Magdalena Ganner“ angenommen. Das Dokument verpflichtet die Bürgermeisterin und die Exekutive, den genannten kleinen Platz neu zu gestalten und den Vorschlag, den Platz nach Magdalena Ganner zu benennen, in das Verzeichnis der zu benennenden Verkehrsflächen aufzunehmen - sowohl in Anbetracht der bedeutenden historischen Rolle, die die Frau im Leben ihres Mannes und in dem Kontext, in dem sie lebte, spielte, als auch in Anbetracht der Tatsache, dass es in der Stadt nur wenige Beispiele für die Benennung von Straßen, Plätzen oder öffentlichen Orten nach Frauen gibt.

Die Aufzeichnung der Ratssitzung vom 28. April 2026

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Zuletzt aktualisiert: 29.04.2026, 08:46 Uhr

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