Die Stadtgemeinde Meran bereitet den städtebaulichen Planungswettbewerb „Entree der Kurstadt“ vor. Ziel ist es, das bislang wenig genutzte Bahnhofsareal zu einem lebendigen, naturnahen und zukunftsorientierten Stadtviertel weiterzuentwickeln – mit Raum für Menschen, Mobilität und Begegnung.
Bürgermeisterin Katharina Zeller
„Das Areal vor dem Bahnhof Meran soll zu einem attraktiven neuen Stadtviertel werden, das die umliegenden Wohngebiete besser mit dem Bahnhof verbindet und die Struktur des Stadtteils stärkt. Ziel ist die Ausarbeitung eines Durchführungsplans, der an die Stadtentwicklung um 1900 anknüpft und deren hohe städtebauliche Qualität aufgreift und zeitgemäß weiterführt. Gleichzeitig ist es ein zentrales Anliegen, diesen Prozess unter aktiver Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger zu gestalten“, erklärte Bürgermeisterin Katharina Zeller.
„Der Bereich rund um das Andreas-Hofer-Denkmal soll eine klare räumliche Fassung erhalten und stärker in das städtische Gefüge eingebunden werden. Auch der Baublock zwischen Laurin-, Goethe-, Bauhof- und 4.-November-Straße ist Teil des Planungsgebiets. Die damit verbundenen städtebaulichen Entwicklungschancen sollen gezielt genutzt werden, um neben qualitätsvollen Freiräumen und durchdachten Mobilitätslösungen auch wichtige Einrichtungen für die Stadt unterzubringen“, so Zeller.
„Städtebauliche Projekte brauchen eine Vision“, betont Projektkoordinatorin Susanne Waiz. „Wie können wir ein neues Entree der Kurstadt schaffen – einen Ort, der verbindet, einlädt und die Identität Merans sichtbar macht?“
Das Projekt knüpft bewusst an die Stadtplanung um 1900 an, die Merans Stadtbild entscheidend geprägt hat, und versteht sich als Brücke zwischen historischer Identität und zukünftiger Entwicklung. Im Rahmen eines städtebaulichen Planungswettbewerbs werden interdisziplinäre Planungsteams innovative Entwürfe für diesen zentralen Stadtraum erarbeiten.
Beteiligung und Partizipation als zentrale Grundlage
Das Vorhaben setzt von Beginn an auf breite Beteiligung. Bereits in der ersten Phase werden zentrale Interessengruppen – darunter Schulen, Stadtviertelkomitees, Vereine, Wirtschaftsverbände und die Kurverwaltung – eingeladen, ihre Perspektiven und ihr Fachwissen einzubringen. Ein erstes gemeinsames Treffen ist für Samstag, den 16. Mai, im ehemaligen Alperia-Gebäude in der Laurinstraße vorgesehen.
In einer zweiten Phase wird ein Bürger*innenrat eingerichtet, der auf Basis von Alltagswissen Empfehlungen für die Entwicklung des Areals erarbeitet. Ergänzend dazu erhalten interessierte Meranerinnen im Rahmen von Ausstellungen und einem Bürger*innencafé die Möglichkeit, sich zu informieren, Ideen einzubringen und den Prozess aktiv mitzugestalten.
Die eingereichten Projekte werden abschließend von einer interdisziplinären Jury bewertet, die das Siegerprojekt auswählt.
Mit diesem mehrstufigen Beteiligungsprozess verfolgt die Stadtgemeinde Meran das Ziel, ein neues Stadtviertel zu schaffen, das die Geschichte Merans respektiert, bestehende Stadträume sinnvoll weiterentwickelt und gleichzeitig Raum für ein modernes, lebendiges und gemeinschaftliches Miteinander bietet.
Weitere Informationen zum Projekt und zu den Beteiligungsmöglichkeiten werden fortlaufend über die Kommunikationskanäle der Stadtgemeinde Meran veröffentlicht.