Vom Ausfüllen bis zur automatischen Registrierung und Ablage – der gesamte Bearbeitungsprozess wird digitalisiert. Die Gemeinde Meran erweitert ihr digitales Angebot und nimmt zehn Dienste in Betrieb, die nun vollständig online über die kommunale Plattform elixForms beantragt und verwaltet werden können.
Stadtrat Daniele Di Lucrezia und Bürgermeisterin Katharina Zeller.„Das Neue daran“, erklärt der Stadtrat für Innovation, digitale Transformation und Beziehungen zu den Bürger*innen, Daniele Di Lucrezia, „ist nicht die Einführung von Online-Formularen, sondern die Digitalisierung des gesamten dahinterstehenden Prozesses: Mit dem Absenden wird das Antragsverfahren automatisch registriert und abgelegt. Das bedeutet weniger Schritte und weniger Bürokratie für die Bürger*innen, aber auch einen geordneteren und effizienteren Arbeitsablauf für die Ämter. Die Finanzierung durch den PNRR hat es uns ermöglicht, die Plattform und die ersten Erweiterungen aufzubauen. Nun setzen wir die Arbeit mit den innerhalb der Verwaltung erworbenen Kompetenzen und auf der Grundlage der konkreten Bedürfnisse der Bürger*innen und der Ämter fort. Das ist erst der Anfang: Wir arbeiten bereits daran, weitere Verfahren zu digitalisieren und die Anzahl der online verfügbaren Dienste schrittweise zu erweitern.“
Der Zugang erfolgt über die digitale Identität SPID oder CIE, die eine korrekte und sichere Identifizierung der Person gewährleistet und die handschriftliche Unterschrift des Antrags sowie das Hochladen einer Kopie des Ausweisdokuments überflüssig macht. Die Bürgerin oder der Bürger gibt dann die erforderlichen Daten ein, fügt gegebenenfalls die notwendigen Unterlagen bei und übermittelt den Antrag direkt. Nach dem Absenden wird der Vorgang automatisch registriert und in die entsprechende digitale Akte aufgenommen, ohne dass er persönlich abgegeben oder per zertifizierter E-Mail übermittelt werden muss.
Die zehn bereits verfügbaren Dienste betreffen verschiedene Bereiche der kommunalen Tätigkeit:
- Anmeldung im Kinderhort;
- Verzicht auf oder Abmeldung aus dem Kinderhort;
- Antrag auf Zulassung zum Schulverpflegungsdienst für das Personal von Kindergärten;
- Veranstaltungen: ZeMet 2000;
- Veranstaltungen: ZeMet 500 in geeigneten Einrichtungen;
- Bezahlung der Vermögensbegühr für die Besetzung öffentlichen Grundes;
- Antrag auf Genehmigung einer Einfahrt;
- Ausstellung oder Verlängerung des Parkausweises für Menschen mit Behinderung;
- Antrag auf Zugang zu Verwaltungsunterlagen;
- Amtliche Erfassung der für den Antrag auf Veröffentlichung der Eheschließung erforderlichen Daten.
„Der Ausbau ist bereits im Gange. Noch in dieser Woche kommen zu den zehn bereits in Betrieb befindlichen Diensten vier weitere des Wahlamtes hinzu, die sich derzeit in der Endphase der Fertigstellung und Abnahme befinden: die Eintragung und Streichung aus dem Verzeichnis der Wahlhelfer sowie die Eintragung und Streichung aus dem Verzeichnis der Wahlvorsteher. Sobald die letzten Überprüfungen abgeschlossen sind, wird sich die Zahl der online verfügbaren kommunalen Verfahren somit auf vierzehn erhöhen“, fährt Di Lucrezia fort.
Ein erster Kern von fünf Diensten wurde im Rahmen der Maßnahme 1.4.1 des Nationalen Plans für Wiederaufbau und Resilienz (PNRR) realisiert, der von der Europäischen Union – NextGenerationEU – finanziert wurde. Die Maßnahme umfasste die Neugestaltung der offiziellen Website und die Einrichtung der ersten Online-Dienste. Für diese Maßnahme erhielt die Gemeinde Meran eine Förderung in Höhe von 280.000 Euro.
Zu diesen ersten Diensten kamen weitere Verfahren hinzu, die anschließend von der Abteilung für Informatik und Innovation gemeinsam mit den zuständigen Ämtern entwickelt wurden. Die dank der Finanzierung geschaffene Plattform stellt somit kein isoliertes Projekt dar, sondern die Grundlage, auf der die Gemeinde weiterhin aufbauen und schrittweise neue Dienste aktivieren kann.
Erste Daten zeigen, dass die Nutzung der Dienste bereits in der Übergangsphase begonnen hatte, noch bevor sie vollständig in Betrieb genommen wurden und eine gezielte Kommunikationskampagne stattfand. Zwischen dem 1. Januar und dem 14. September 2026 wurden über die Plattform 153 Anträge übermittelt: 91 Anmeldungen für die Kindertagesstätte, 26 Anträge auf Zugang zu Verwaltungsunterlagen, 19 Anträge bezüglich Einfahrten und 17 Anträge zur Veröffentlichung der Eheschließung.
„Die Digitalisierung stellt nur dann eine Verbesserung dar, wenn sie die Dienstleistungen tatsächlich einfacher und zugänglicher macht, ohne dass jemand zurückbleibt oder den Bürger*innen die Last auferlegt wird, sich selbstständig in den Instrumenten und Verfahren zurechtzufinden“, fährt Di Lucrezia fort. „Deshalb wollen wir die technologische Innovation mit einem Netzwerk aus menschlicher und lokaler Unterstützung flankieren: Die digitale Transformation muss zu mehr Inklusion führen, nicht zu neuen Formen der Ausgrenzung. In diesem Zusammenhang bereiten wir den Ausbau des kommunalen Digi-Points vor, um die Bürger*innen bei der Nutzung der neuen Verfahren zu begleiten und den Unterstützungsbedarf im Zusammenhang mit der schrittweisen Erweiterung der online verfügbaren Dienste zu decken.“ Bis zum 15. September hat der Digi-Point schätzungsweise insgesamt rund 1.650 Personen unterstützt.
Die vollständige Einführung der neuen Online-Dienste markiert somit den Beginn einer neuen Phase. Das zuständige Referat wird den Austausch mit den verschiedenen Ämtern fortsetzen, um die zu digitalisierenden Verfahren zu ermitteln, die bereits eingeführten Lösungen zu konsolidieren und die Zugänglichkeit sowie die Qualität der Dienste schrittweise zu verbessern. Ziel ist es, die einzelnen Projekte in einen stabilen Innovationsprozess umzuwandeln, der die Verwaltung einfacher, effizienter und bürgernäher macht.
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